Liebe Freundinnen und Freunde der Geologie,
wir möchten Euch zu unserem nächsten Zirkel-Abend am Montag,dem 7.04.2025 um 19:00 Uhr in die Gaststätte des TG-Heims (Adenauerallee 11, Biberach) recht herzlich einladen.
Unser Geo-Freund Prof. Rolf Schrodi berichtet über das Thema
Radon – eine verkannte Gefahr aus dem Untergrund
Radon ist ein farb-, geruchs- und geschmacksloses Edelgas, das chemisch reaktionsträge und radioaktiv ist. Es entsteht aus der Uran-Radium-Zerfallsreihe im Boden. Das Gas mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen gibt eine α-Strahlung ab und zerfällt zu radioaktiven Folgeprodukten.
Die α-Strahlung, sowie die radioaktiven Folgeprodukte, können das empfindliche Gewebe der Lunge schädigen, daraus kann als Folge Lungenkrebs entstehen. Eine hohe Radonkonzentration ist in Deutschland die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Daher sind in Gebieten mit hohem Radonvorkommen Maßnahmen zur Verminderung der Radonexposition in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen zu ergreifen.
Die sich im Boden bildende Radonkonzentration korreliert mit dem Urangehalt im Gestein, daher wird die Abhängigkeit des Radonrisikos von der Geologie im Vortrag genauer betrachtet.
Die Radonproblematik wird erst seit wenigen Jahren in Deutschland genauer ins Auge gefasst, die Novellierung des Strahlenschutzgesetzes hat hierzu seit 2019 gesetzliche Vorgaben erlassen. Auch der Blick in andere Länder soll uns den weltweiten Umgang mit der Radonproblematik aufzeigen.
An typischen Situationen werden die Eintrittspfade des Radons in die Gebäude betrachtet und Maßnahmen zur Reduzierung des Radonrisikos aufgezeigt. Die Vorstellung der Messtechnik und Messsystematik zeigt die Beurteilungsmöglichkeiten des Radonrisikos. Die Vorstellung typischer Gebäudesituationen ermöglicht eine Einschätzung des Gefährdungspotentials.
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